Fondsgebundene Altersvorsorge einfach erklärt

Wir erklären Ihnen die fondsgebundene Altersvorsorge.
10. September 2021
Das Wichtigste im Überblick
  • Die fondsgebundene Lebens- oder Rentenversicherung ist ein Mischprodukt aus Investmentfonds und Lebens- oder Rentenversicherung.

  • Ein Investmentfonds sammelt das Geld von Anlegern “in einem Topf” und investiert es.

  • ETF steht für „exchange-traded fund“ und bezeichnet einen Investmentfonds, der an der Börse gehandelt wird.

  • In Zeiten von Niedrigzinsen ist Investieren wichtiger als Sparen.

  • Investieren Sie langfristig – nutzen Sie den Zinseszinseffekt.

Was ist eine fondsgebundene Lebens- oder Rentenversicherung?

Die fondsgebundene Lebens- oder Rentenversicherung ist ein gelungenes Mischprodukt aus Fonds und Versicherung. Dabei bieten Investmentfonds attraktive Renditen, während der Versicherungsmantel einer Lebens- oder Ren­ten­ver­si­che­rung Steuerersparnis und  bei einer fondsgebundenen Rentenversicherung eine lebenslange Rente gewährleistet. Das bedeutet, die fondsgebundene Ren­ten­ver­si­che­rung ist ein Fondssparplan im Mantel einer Ren­ten­ver­si­che­rung. 

Ein Investment in Fonds bietet Ihnen die Chance auf eine höhere Rendite, birgt aber zugleich das Risiko von Verlusten – wie jedes Investment. Mit monatlichen Beiträgen kaufen Sie Anteile an Aktien-, Renten- oder Immobilienfonds. Entscheidend bei einer Anlage in Investmentfonds ist der Anlagehorizont, optimalerweise von mehr als 10 Jahren. Dann ist die Wahrscheinlichkeit eines Verlustes geringer. Die Vergangenheit hat gezeigt, dass sich der Kapitalmarkt auf lange Sicht immer positiv entwickelt hat. Ihre Chance auf eine attraktive Rendite steigt mit dem Anlagehorizont. Da Ihre Rendite und Ihr Risiko der Lebens- oder Ren­ten­ver­si­che­rung von den Fonds abhängt, in die das Geld fließt, kommt es auf eine gute Auswahl an.

Was ist ein Fonds?

Investmentfonds, kurz genannt Fonds, bieten Ihnen die Möglichkeit für einen einfachen Einstieg in die Geldanlage. Ein Investmentfonds sammelt das Geld von Anlegern “in einem Topf”. Dieses Kapital wird dann von der Fondsgesellschaft an den Finanzmärkten für die Anleger investiert, um eine Rendite zu erzielen. Je nach Strategie stehen dafür verschiedene Anlageklassen zur Verfügung:

  • Aktien
  • Anleihen- bzw. Renten
  • Geldmarkt
  • Rohstoffe
  • Immobilien
  • Devisen

Der Hauptvorteil eines Fonds besteht in der Risikostreuung. Er investiert nicht nur in eine Aktie oder in eine Anleihe, sondern in viele. Dadurch wird die Anlage breit diversifiziert und das mit dem Investment verbundene Risiko gestreut. Bei einem Aktienfonds können Sie als Anleger von den Wertsteigerungen der Aktien und von Dividendenzahlungen profitieren.

Das Geld, das Sie als Anleger in einen Fonds investieren ist sogenanntes Sondervermögen. Bei einem Konkurs der Fondsgesellschaft ist es deshalb gesondert geschützt.

Was ist ein ETF?

ETF steht für „exchange-traded fund“ und bezeichnet einen Investmentfonds, der an der Börse gehandelt wird. Das Besondere dabei ist, dass ein ETF einen Börsenindex abbildet, weshalb auch der Begriff Indexfonds geläufig ist. Bei einem ETF investieren Banken oder Fondsgesellschaften das Geld ihrer Anleger in alle Wertpapiere, die in dem jeweiligen Index enthalten sind. Änderungen am Index - wenn beispielsweise ein Unternehmen neu hinzukommt oder ausscheidet - werden auch im ETF umgesetzt.

Gut zu wissen

Ein Börsenindex fasst bestimmte, an der Börse gehandelte, Größen zusammen. Das kann in etwa ein Aktienindex sein, der Aktien zu mehreren börsennotierten Unternehmen zusammenfasst. Je nach Index müssen diese Unternehmen bestimmte Anforderungen erfüllen. So fasst beispielsweise der DAX, der deutsche Aktienindex, die (aus Sicht des deutschen Aktienmarkts) 30 größten deutschen Unternehmen zusammen.

Sie ziehen einen ETF als Altersvorsorge in Betracht? Dann ist es gut, den Unterschied zwischen klassischen Investmentfonds und ETFs zu kennen: Im Gegensatz zu einzelnen Aktien können Sie mit einem Fonds einfach in ganze Märkte statt in einzelne Unternehmen investieren. Weitere Unterschiede sind:

  • Klassische Fonds betreut in der Regel aktiv ein Fondsmanager. Sie gelten daher als aktive Anlagen.
  • Ein Fondsmanager versucht, durch den Kauf und Verkauf von Wertpapieren einen bestimmten Vergleichsindex zu übertreffen und eine höhere Rendite zu erwirtschaften. Beim ETF dagegen soll das Ergebnis des Vergleichsindex erzielt werden.  
  • Nicht bei jedem klassischen Fonds können die Anleger die Handlungen des Fondsmanagers einsehen und nachvollziehen. Außerdem kann der Manager und damit auch die Anlagestrategie wechseln.
  • Kosten für Manager und Verwaltung machen klassische Fonds normalerweise teurer als ETFs. Sie müssen daher eine gewisse "Über"-Rendite erzielen, um sich für die Anleger zu lohnen. 

Was ETFs für die Altersvorsorge attraktiv macht: Der durchschnittliche ETF gilt als sehr transparent und übersichtlich, denn schließlich sind die Vergleichsindizes problemlos einsehbar. Aber dass ein ETF nur einen Index abbildet und nicht versucht „den Markt zu schlagen“, also möglichst hohe Renditen zu erzielen, kann sowohl ein Vorteil als auch ein Nachteil sein – abhängig davon, was Sie für ein Anlagetyp sind und welches finanzielle Ziel Sie anstreben.

Um Ihr angelegtes Geld müssen Sie sich weder bei aktivem noch bei passiven Investment Sorgen machen: Wie auch klassische Fonds gelten ETFs als Sondervermögen. Damit ist Ihre Geldanlage auch bei Insolvenz des Anbieters geschützt.

Zwischen welchen Indexfonds können Sie wählen?

ETF ist nicht gleich ETF. Es wird zwischen folgenden Indexfonds unterschieden:

  • Beim physischen ETF werden eins zu eins die Wertpapiere eines bestimmten Index nachgekauft. Voraussetzung ist, dass dieser nicht zu gross ist. Andernfalls wird meist nur eine Auswahl der Wertpapiere erstanden.
  • Der synthetische ETF hingegen kann auch Wertpapiere enthalten, die eigentlich nicht Teil des abgebildeten Index sind. Außerdem erzielt der synthetische ETF Gewinne, indem der ETF-Anbieter Sicherheiten von einem Finanzpartner wie einer Bank erhält. Diese bekommt im Tausch („Swap“ genannt) eine Auswahl an Wertpapieren.

Zusätzlich lässt sich auch die Art der Gewinnbeteiligung differenzieren:

  • Ein ausschüttender ETF gibt die Dividenden gesammelt an die Anleger weiter.
  • Beim wiederanlegenden oder thesaurierenden ETF werden die Ausschüttungen direkt wieder in den Fonds investiert.

Warum macht eine fondsgebundene Lebens- oder Rentenversicherung Sinn?

Die Zeiten des bloßen Sparens sind vorbei. Zu niedrig sind die Zinsen und zu hoch die Inflationsrate. Horten Sie Ihr Geld lediglich auf Sparkonten bei der Bank, ist die Wahrscheinlichkeit sehr hoch, dass Sie bedingt durch die Inflation sogar Verluste verzeichnen. 

Die Zeiten des Investierens sind schon lange da. Anderweitig lassen sich kaum noch Renditen erwirtschaften. Mit der fondsgebundenen Lebens- oder Rentenversicherung profitieren Sie doppelt. Sie erwirtschaften Rendite und sorgen dabei fürs Alter vor. 

Am vielversprechendsten ist die fondsgebundene Rentenversicherung für junge Menschen, die Marktschwankungen in der langen Zeit bis zum Renteneintritt gut aussitzen können.

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Niedrigzinsphase

Wenn Sie schon einmal einen Kredit aufgenommen haben, wissen Sie: Auch Geld leihen ist nicht umsonst. Stattdessen zahlen Sie Ihrem Kreditgeber über die Zinsen einen insgesamt höheren Betrag zurück. Momentan sind diese Zinsen sehr günstig, was vor allem an der aktuellen Niedrigzinsphase liegt. Es ist jedoch ein Trugschluss, dass niedrige Zinsen für Sie als Privatperson nur Vorteile bringen. Im Gegenteil können sie, besonders beim Thema Altersvorsorge, entscheidende Herausforderungen zur Folge haben. Vor allem für private Sparer haben Niedrigzinsen einen entscheidenden Nachteil: Sie bekommen kaum Zinsen auf ihre Ersparnisse.

Früh anfangen lohnt sich – auch bei kleineren Beträgen

Je früher Sie mit Ihrer Vorsorge beginnen, desto größer ist Ihr finanzieller Spielraum in der Zukunft und im Alter. Mit der privaten Altersversorgung können Sie über einen langen Zeitraum Geld ansparen und dabei mehr Rendite erzielen. Je früher, desto besser. Am besten starten Sie mit den Einzahlungen in die privaten Altersversorgung sobald Sie ins Berufsleben einsteigen. Bei der Liechtenstein Life können Sie bereits ab 50 € pro Monat eine fondsgebundene Lebens- oder Rentenversicherung eröffnen. So profitieren Sie zusätzlich vom sogenannten Zinseszinseffekt.

Die Vorteile der fondsgebundenen Lebens- oder Rentenversicherung im Überblick
  • Investieren statt Sparen

  • Mehr Chancen auf eine höhere Rendite

  • Profit vom Zinseszinseffekt

  • Vermögensaufbau und Altersvorsorge in einem Produkt

  • Breite Streuung der Anlagen

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